2025 · Gutswein
Riesling vom Kalkstein
Zitrone, nasser Stein, viel Zug. Der Wein, den wir selbst am häufigsten trinken.
9,80 €
Weingut Kell · Rheinhessen
Zwölf Hektar, zwei Menschen, ein Jahrgang. Was zwischen dem Schnitt im Januar und dem ersten Glas im Frühjahr passiert, sehen die wenigsten. Hier schon.
Nach unten scrollen, das Jahr läuft mit
Januar · Februar
Bei fünf Grad und klammen Fingern steht die wichtigste Arbeit des Jahres an. Jeder Stock wird von Hand zurückgeschnitten, auf zwei Bögen, manchmal auf einen. Was hier zu viel stehen bleibt, rächt sich im September mit dünnem Wein.
Zwölf Hektar, gut sechzigtausend Stöcke. Wir brauchen dafür acht Wochen.
April · Mai
Ab siebzehn Grad Bodenwärme geht es los, und dann geht es schnell. Innerhalb von zwei Wochen steht der ganze Berg im Grün. Schön anzusehen, und die nervösesten Nächte des Jahres: Ein einziger Spätfrost im Mai kostet einen halben Jahrgang.
In diesen Wochen schlafe ich mit dem Wetterbericht auf dem Nachttisch.
Juli · August
Jetzt wird ausgedünnt. Wir schneiden gesunde Trauben ab und lassen sie liegen, damit die übrigen mehr Kraft bekommen. Das erklärt man Besuchern nur schwer, aber genau hier entsteht der Unterschied zwischen Massenware und etwas, das man sich merkt.
Dazu Laubarbeit, damit Licht und Luft an die Trauben kommen. Von Hand, Zeile für Zeile.
September · Oktober
Die Lese beginnt, wenn die Zahlen stimmen und das Wetter mitspielt. Beides zusammen gibt es selten. Wir lesen von Hand und in mehreren Durchgängen, weil nicht alles gleichzeitig reif ist. Morgens früh, solange die Trauben kühl sind.
Abends steht die Presse, und im Keller fängt das eigentliche Handwerk erst an.
November · Dezember
Draußen ist es still, drinnen läuft die Gärung. Wir probieren wöchentlich, entscheiden über Ausbau im Stahl oder im Holz, und lassen dem Wein die Zeit, die er sich nimmt. Manche Fässer melden sich erst im Februar zu Wort.
Und dann fängt es mit dem Rebschnitt wieder von vorne an.
Vier Weine, mehr machen wir nicht. Alle trocken ausgebaut, alle aus eigenen Lagen.
2025 · Gutswein
Zitrone, nasser Stein, viel Zug. Der Wein, den wir selbst am häufigsten trinken.
9,80 €
2025 · Ortswein
Birne und Haselnuss, cremig ohne dick zu sein. Aus Stöcken von 1978.
14,50 €
2024 · Lagenwein
Ein Jahr im gebrauchten Holz. Kirsche, Kräuter, feines Tannin. Braucht Luft.
22,00 €
2025 · Sekt
Dreißig Monate auf der Hefe, von Hand gerüttelt. Für Anlässe und für Dienstage.
18,90 €

Kommen Sie vorbei
Wir machen keine Führungen mit Mikrofon. Sie kommen in den Hof, wir stellen vier Gläser hin und reden. Wenn Sie wollen, gehen wir danach zehn Minuten in den Berg.
Für Gruppen ab sechs Personen bitte vorher anrufen, sonst stehen wir gerade im Weinberg.